# Frühjahrsputz für die Zellen

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- Veröffentlicht: 2018-03-11T05:10:45+01:00
- Autor: Thomas Stuppy

_Wie Sie Ihr Tier im Frühjahr ergänzend unterstützen können – ein Überblick aus 
Sicht der Tierheilkunde._

Wenn die Tage länger werden und die ersten warmen Sonnenstrahlen durchs Fenster 
fallen, freuen wir uns. Die meisten Tiere übrigens auch.

Was wir aber leicht übersehen: Der Frühling ist für den Organismus jedes Tieres 
eine kleine Großbaustelle.

## Was im Frühjahr im Tier passiert

Mit der Veränderung von Tageslicht und Temperatur stellt der Körper auf den Sommermodus
um. Der Stoffwechsel arbeitet anders. Bei vielen Tieren – Hunden, Katzen und Pferden
gleichermaßen – steht zusätzlich der Fellwechsel an.

Das ist mehr als nur „ein bisschen Haare verlieren“. Der Aufbau eines komplett neuen
Sommerfells ist eine echte Stoffwechselleistung. Der Organismus benötigt zusätzliche
Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine, um die neuen Haare zu bilden.

Gleichzeitig hat der Körper über die Wintermonate Stoffwechselendprodukte angesammelt–
wir Menschen kennen das Phänomen unter dem etwas blumigen Begriff „Schlacken“. Im
engeren Sinn meint die Tierheilkunde damit Reststoffe aus dem Stoffwechsel, die 
der Körper über Leber, Nieren, Darm und Haut ausscheidet.

## Warum ältere Tiere besonders aufmerksam beobachtet werden sollten

Diese Übergangsphase bewältigen junge, gesunde Tiere meist problemlos. Schwieriger
wird es, wenn die Entgiftungsorgane bereits eingeschränkt arbeiten.

Viele ältere Hunde haben mit nachlassender Nierenfunktion zu tun. Bei älteren Katzen
ist die chronische Niereninsuffizienz eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt.
Pferde im fortgeschrittenen Alter zeigen oft eine reduzierte Leberleistung.

Wenn diese Organe ohnehin schon weniger Reserve haben, fällt die zusätzliche Frühjahrsbelastung
mehr ins Gewicht. Manche Tiere wirken in dieser Phase müder, fressen schlechter,
ziehen sich zurück.

Das ist kein Grund zur Panik – aber ein guter Anlass, genauer hinzuschauen.

**Bei Auffälligkeiten zuerst zum Tierarzt:** Anhaltende Müdigkeit, deutliche Appetitveränderungen,
vermehrtes Trinken, Erbrechen oder Verhaltensänderungen sind Symptome, die tierärztlich
abgeklärt gehören. Eine Blutuntersuchung gibt schnell Aufschluss über die Funktion
von Leber, Nieren und anderen Organen. Ergänzende naturheilkundliche Maßnahmen ersetzen
diese Diagnostik nicht.

## Was Sie als Tierhalter im Frühjahr tun können

Vieles, was dem Stoffwechsel guttut, ist erstaunlich einfach. Es geht weniger um
exotische Zusätze als darum, die Grundlagen stimmig zu halten.

### Bewegung anpassen

Sanfte, regelmäßige Bewegung ist der wichtigste Stoffwechsel-Treiber überhaupt. 
Sie regt die Durchblutung an, unterstützt den Lymphfluss und hilft, Abbauprodukte
aus dem Gewebe zu transportieren.

Das bedeutet nicht, dass jetzt der Marathonsommer beginnt. Im Gegenteil: Tiere, 
die im Winter wenig Bewegung hatten, brauchen einen langsamen Wiedereinstieg. Mehrere
kürzere Spaziergänge sind besser als ein langer.

### Fütterung kritisch ansehen

Hochwertiges Futter mit ausreichend Eiweiß ist die Grundlage. Während des Fellwechsels
darf der Eiweißanteil ruhig etwas höher liegen, vor allem bei Hunden und Pferden
mit dichtem Unterfell.

Bei Katzen lohnt es sich, einen Blick auf die Wasseraufnahme zu werfen. Viele Katzen
trinken von Natur aus wenig – im Frühjahr, wenn die Niere mehr Arbeit hat, kann 
das problematisch werden. Nassfutter, mehrere verteilte Wassernäpfe, ein Trinkbrunnen
helfen oft mehr als jede Nahrungsergänzung.

### Vorsicht bei synthetischen Vitaminen

Gut gemeint ist nicht immer gut. Synthetische Vitamine in hoher Dosierung können
den Stoffwechsel zusätzlich belasten.

Besonders bei den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K besteht ein echtes Überdosierungsrisiko–
sie werden im Körper gespeichert. Wasserlösliche Vitamine wie B-Vitamine und Vitamin
C werden zwar überschüssig wieder ausgeschieden, doch auch hier muss die Niere arbeiten.

Eine natürliche Versorgung über frische, vielseitige Nahrung ist in den meisten 
Fällen die ausgewogenere Lösung. Bei spezifischen Mängeln gehört die Substitution
in tierärztliche oder fachkundige Hand – auf gut Glück supplementieren ist selten
hilfreich.

### Den Darm im Blick behalten

Ein nicht unerheblicher Teil des Immunsystems sitzt im Darm. Eine intakte Darmschleimhaut,
eine ausgewogene Darmflora und regelmäßige Verdauung sind die unspektakuläre, aber
entscheidende Grundlage für ein gut funktionierendes Stoffwechselsystem.

Wenn Ihr Tier im Frühjahr unter wechselndem Kot, vermehrtem Blähen oder Hautproblemen
leidet, ist der Darm ein guter Ausgangspunkt für die Suche.

## Wo eine Tierheilpraxis ergänzend ansetzen kann

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Tier mehr braucht als die Grundpflege, ist eine
ergänzende Begleitung sinnvoll. Aus Sicht der Tierheilkunde gibt es verschiedene
Wege, Stoffwechsel und Entgiftungsorgane zu unterstützen:

 * **Ausgewählte Heilpflanzen** (Phytotherapie) für Leber- und Nierenfunktion – 
   individuell ausgewählt nach Anamnese.
 * **Klassische Homöopathie** mit konstitutionell passenden Mitteln zur Begleitung.
 * **Manuelle Therapie** zur Anregung von Lymphfluss und Durchblutung.
 * **Fütterungsempfehlungen** abgestimmt auf das einzelne Tier und seine Lebensphase.

Welche dieser Maßnahmen für Ihr Tier in Frage kommen, ergibt sich aus einer ausführlichen
Anamnese und Untersuchung. Pauschale Frühjahrskuren von der Stange gibt es bei mir
nicht – jedes Tier braucht eine individuelle Einschätzung.

## Sprechen wir darüber

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Tier eine ergänzende Unterstützung im Frühjahr brauchen
könnte, rufen Sie mich gerne an. Eine erste telefonische Rücksprache ist kostenfrei–
und oft genügt das schon, um einzuschätzen, ob ein Termin vor Ort sinnvoll ist.

Alle Kontaktwege finden Sie auf der [Kontaktseite](https://www.tierheilpraxis-bode.de/kontakt/).
Mehr zu meinem Behandlungsansatz im Bereich [Tierheilpraxis](https://www.tierheilpraxis-bode.de/tierheilpraxis/).

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_Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Er ersetzt weder eine
tierärztliche Diagnose noch eine individuelle Beratung. Bei akuten oder unklaren
Beschwerden wenden Sie sich bitte zunächst an Ihren Tierarzt oder Ihre Tierärztin.
Naturheilkundliche Maßnahmen werden ergänzend eingesetzt._

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