# Dorn-Therapie

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- Veröffentlicht: 2018-03-17T17:53:49+01:00
- Autor: Thomas Stuppy

Steifheit, ein verändertes Gangbild, Empfindlichkeit im Rückenbereich oder plötzliche
Unlust bei der Bewegung – wenn Ihr Hund oder Pferd solche Anzeichen zeigt, können
Blockaden in der Wirbelsäule oder den Gelenken die Ursache sein. Die Dorn-Therapie
ist eine sanfte manuelle Methode, die genau hier ansetzt.

## Was ist die Dorn-Therapie?

Die Dorn-Therapie wurde in den 1970er-Jahren von Dieter Dorn entwickelt und hat 
sich aus der Humanmedizin heraus mittlerweile auch in der Tiertherapie etabliert.
Sie basiert auf der Annahme, dass verschobene Wirbel und Gelenkfehlstellungen zu
einer Vielzahl von Beschwerden führen können – von Bewegungseinschränkungen über
Muskelverspannungen bis hin zu einer Beeinträchtigung innerer Organfunktionen über
die Spinalnerven.

Das Besondere an der Dorn-Methode: Sie arbeitet ohne plötzliche Impulse und ohne
lange Hebel. Die Korrektur erfolgt durch sanften, gezielten Druck auf den betroffenen
Wirbel oder das Gelenk – in Verbindung mit einer gleichzeitigen Bewegung des Tieres.
Das macht die Methode besonders schonend und gut verträglich, auch für empfindliche
oder ältere Tiere.

## Wie läuft eine Dorn-Behandlung ab?

### Vorbereitung und Befunderhebung

Jede Behandlung beginnt mit einem Gespräch über die Beschwerden und einer sorgfältigen
Abtastung des gesamten Bewegungsapparates. Ich überprüfe systematisch Becken, Gelenke
und Wirbelsäule auf Fehlstellungen und Blockaden.

### Das Fundament zuerst – die Beckenstatik

Die Dorn-Therapie beginnt immer mit der Überprüfung des Beckens, denn es bildet 
das Fundament des Bewegungsapparates. Ist die Beckenstatik aus dem Gleichgewicht,
kann das Auswirkungen auf die gesamte Wirbelsäule haben. Über einen Beinlängenvergleich
und die Beurteilung der Hüftknochen erkenne ich, ob eine Korrektur erforderlich 
ist.

### Gelenke und Wirbelsäule

Nach der Beckenkorrektur überprüfe ich die Gelenke der Extremitäten und arbeite 
mich dann systematisch entlang der Wirbelsäule – vom Becken über die Lenden- und
Brustwirbelsäule bis zur Halswirbelsäule und zum Kiefergelenk. Jeder Wirbel wird
einzeln beurteilt und bei Bedarf direkt korrigiert.

### Ergänzende Massage

Die Dorn-Therapie wird häufig mit einer vorbereitenden oder abschließenden Massage
kombiniert, um die Muskulatur zu entspannen und den Behandlungserfolg zu unterstützen.
Die sogenannte Breuss-Massage – eine sehr sanfte Wirbelsäulenmassage – eignet sich
dafür besonders gut.

## Wann kann die Dorn-Therapie Ihr Tier unterstützen?

Die Dorn-Therapie kommt in meiner Praxis ergänzend zum Einsatz bei:

 * Rücken- und Wirbelsäulenproblemen
 * Gelenkblockaden an Extremitäten, Becken oder Kiefergelenk
 * Bewegungseinschränkungen und Steifheit
 * Muskelverspannungen, die auf Fehlstellungen zurückzuführen sein können
 * Verändertem Gangbild oder wiederkehrender Steifheit
 * Rehabilitation nach Stürzen oder Überlastung
 * Zur Unterstützung älterer Tiere mit altersbedingten Beschwerden

## Für welche Tiere ist die Dorn-Therapie geeignet?

In meiner Praxis setze ich die Dorn-Therapie vor allem bei Hunden und Pferden ein.
Beide Tierarten tolerieren die sanfte Behandlung in der Regel sehr gut – viele Hunde
entspannen sich sichtlich, und auch Pferde arbeiten häufig aktiv mit.

Die Behandlung erfordert allerdings die Mitarbeit des Tieres: Es muss sich berühren
und bewegen lassen. Bei sehr ängstlichen oder wehrhaften Tieren wird individuell
entschieden, ob und wie die Methode angewandt werden kann.

## Was Sie als Besitzer tun können

Ein wichtiger Bestandteil der Dorn-Therapie sind Übungen, die Sie nach der Behandlung
zu Hause mit Ihrem Tier durchführen können. Diese Übungen helfen, den Behandlungserfolg
zu stabilisieren und Rückfällen vorzubeugen. Ich zeige Ihnen die Übungen im Anschluss
an die Behandlung und erkläre, worauf Sie achten sollten.

Bitte beachten Sie: In den Tagen nach der Behandlung sollte Ihr Tier sich moderat
bewegen können, aber keiner starken Belastung ausgesetzt werden. Agility, intensives
Ballwerfen oder vergleichbar belastende Aktivitäten sollten für einige Tage pausiert
werden.

## Dorn-Therapie im Zusammenspiel mit anderen Verfahren

Die Dorn-Therapie lässt sich gut mit anderen manuellen und naturheilkundlichen Methoden
kombinieren – etwa mit Akupunktur, Osteopathie, Homöopathie oder physiotherapeutischen
Maßnahmen. Welche Kombination für Ihr Tier sinnvoll ist, besprechen wir auf Basis
der Befunderhebung.

→ [Osteopathie und Chiropraktik](https://www.tierheilpraxis-bode.de/tierheilpraxis/therapieformen/osteopathie-und-chiropraktik/)

→ [Akupunktur & Laser-Akupunktur](https://www.tierheilpraxis-bode.de/tierheilpraxis/therapieformen/akupunktur/)
→ [Alle Therapieformen im Überblick](https://www.tierheilpraxis-bode.de/tierheilpraxis/therapieformen/)

**Möchten Sie wissen, ob die Dorn-Therapie für Ihr Tier in Frage kommt?** Ich berate
Sie gerne – oft genügt bereits ein kurzes Telefonat.

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